Vitalstoff des Monats: Magnesium – für Muskeln, Nerven und Energie
Magnesium gehört zu den Mineralstoffen, ohne die in unserem Körper kaum etwas läuft. Es ist an mehreren hundert enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt unter anderem für den Energiestoffwechsel, die Funktion unserer Muskeln und Nerven sowie für den Erhalt der Knochen eine wichtige Rolle.
Besonders bekannt ist Magnesium jedoch als unser „Muskelmineral“ – und das nicht ohne Grund.
Magnesium und unsere Muskulatur
Damit sich ein Muskel anspannen und anschließend wieder entspannen kann, müssen verschiedene Mineralstoffe fein aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Magnesium und Calcium spielen dabei eine wichtige Rolle.
Während Calcium unter anderem an der Muskelkontraktion beteiligt ist, trägt Magnesium zur normalen Muskelfunktion und Reizübertragung bei. Auch deshalb wird Magnesium häufig mit Muskelkrämpfen und Verspannungen in Verbindung gebracht.
Ein Magnesiummangel muss sich dabei keineswegs nur durch den klassischen nächtlichen Wadenkrampf bemerkbar machen. Auch Muskelzucken, eine erhöhte muskuläre Spannung oder allgemeine Muskelschwäche können dazugehören.
Gerade bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt sich deshalb ein Blick auf das Gesamtbild: Wie ist die Ernährung? Wie hoch ist die körperliche Belastung? Gibt es Erkrankungen oder Medikamente, die den Magnesiumhaushalt beeinflussen können?
Nicht nur für die Muskeln: Magnesium und Nervensystem
Muskeln und Nerven arbeiten eng zusammen – und auch hier ist Magnesium beteiligt. Es trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei.
Gleichzeitig unterstützt Magnesium einen normalen Energiestoffwechsel und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Damit ist es ein Mineralstoff, der an ganz unterschiedlichen Stellen unseres Körpers gebraucht wird.
Auch unsere Knochen sollten wir dabei nicht vergessen: Ein großer Teil des körpereigenen Magnesiums befindet sich im Knochengewebe. Magnesium trägt deshalb neben Calcium und weiteren Nährstoffen auch zum Erhalt normaler Knochen bei.
Wann kann Magnesium knapp werden?
Grundsätzlich lässt sich Magnesium gut über eine abwechslungsreiche Ernährung aufnehmen. Trotzdem gibt es Situationen, in denen die Versorgung aus dem Gleichgewicht geraten kann.
Eine einseitige, stark verarbeitete Ernährung liefert beispielsweise häufig weniger magnesiumreiche Lebensmittel. Gleichzeitig kann der Körper Magnesium über den Darm oder die Nieren verlieren. Das kann etwa bei länger anhaltendem Durchfall oder Erbrechen eine Rolle spielen.
Auch bestimmte Medikamente und Erkrankungen können den Magnesiumhaushalt beeinflussen. Ebenso kann regelmäßiger hoher Alkoholkonsum die Magnesiumausscheidung erhöhen.
Bei körperlicher Belastung und starkem Schwitzen verliert der Körper außerdem Mineralstoffe über den Schweiß. Gerade bei sportlich aktiven Menschen lohnt es sich daher, auf eine insgesamt gute Mineralstoffversorgung zu achten.
Magnesium beginnt auf dem Teller
Bevor wir an Kapseln, Pulver oder andere Präparate denken, lohnt sich ein Blick in die Küche. Denn viele natürliche Lebensmittel liefern uns Magnesium.
Besonders reich an Magnesium sind Nüsse und Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie grünes Gemüse. Auch Haferflocken, Kakao, Bananen und bestimmte Mineralwässer können zur Versorgung beitragen.
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst wenig hochverarbeiteten Lebensmitteln schafft damit bereits eine gute Grundlage für den täglichen Magnesiumhaushalt.
Wie viel Magnesium braucht der Körper?
Wie viel Magnesium sinnvoll ist, hängt nicht nur von Alter und Ernährung ab, sondern kann auch durch individuelle Faktoren beeinflusst werden.
Bei einer gezielten therapeutischen Anwendung können – je nach Situation und individueller Verträglichkeit – auch Dosierungen bis etwa 800 mg Magnesium täglich zum Einsatz kommen. Dabei ist die benötigte Menge nicht für jeden Menschen gleich.
Gerade bei einer höheren Dosierung ist es deshalb sinnvoll, die Magnesiumzufuhr an den persönlichen Bedarf und die jeweilige Situation anzupassen, statt einfach nach dem Prinzip „viel hilft viel“ vorzugehen.
Magnesium in der Vitalpraxis
In der Vitalpraxis begegnet mir Magnesium besonders häufig im Zusammenhang mit Muskelverspannungen und Beschwerden des Bewegungsapparates.
Gerade Nacken und Schulterbereich sind bei vielen Menschen dauerhaft angespannt. Dabei können ganz unterschiedliche Faktoren zusammenspielen – beispielsweise Fehlhaltungen, einseitige Belastungen, muskuläre Dysbalancen oder funktionelle Störungen der Wirbelsäule.
Hier kann Magnesium ein Baustein eines umfassenderen Behandlungskonzeptes sein.
Neben einer individuell abgestimmten oralen Versorgung besteht in der Vitalpraxis bei entsprechender Indikation auch die Möglichkeit einer Magnesium-Injektion. Diese setze ich insbesondere bei ausgeprägten Muskel- und Nackenverspannungen gerne ergänzend zur chiropraktischen bzw. manuellen Behandlung ein.
Denn gerade beim Bewegungsapparat zeigt sich immer wieder: Es reicht häufig nicht, ausschließlich an einer Stelle anzusetzen. Gelenke, Wirbelsäule, Muskulatur, Nährstoffversorgung und alltägliche Belastungen gehören zusammen betrachtet.
Ein kleiner Mineralstoff mit großen Aufgaben
Magnesium ist also weit mehr als nur das bekannte Mittel gegen Wadenkrämpfe. Muskeln, Nervensystem, Energiestoffwechsel und Knochen sind auf eine ausreichende Versorgung angewiesen.
Eine magnesiumreiche Ernährung bildet dafür eine gute Grundlage. Bestehen Beschwerden oder ein erhöhter Bedarf, kann anschließend ganz individuell geschaut werden, ob und in welcher Form eine zusätzliche Versorgung sinnvoll ist.
In der Vitalpraxis berate ich Sie gerne rund um eine individuell abgestimmte Vitalstoffversorgung und deren Einbindung in ein ganzheitliches Behandlungskonzept.
Kommentar hinzufügen
Kommentare